Erste Dokumentationen stammen aus dem Mittelalter. Mädge oder Knechte bekahmen zu Ostern ein Ei geschenkt. Das gebackene Osterlamm wurde ebenfalls bereits in diesem Zeitalter zu Ostern angeboten. Das Osterlamm hat also eine Tradition über Jahrhunderte.
Georg Franck von Franckenau erwähnt im Jahr 1682 den Osterhasen in seinem Osterbuch: „In Oberdeutschland, in unserer Pfalz, im Elsass und den benachbarten Orten wie auch in Westfalen nennt man diese Eier Haseneier nach der Fabel, mit der man einfältigen Menschen und Kindern weismacht, der Osterhase lege derartige Eier und verstecke sie in den Gärten im Grase, in Büschen und anderswo, damit sie zum stillen Ergötzen der lächelnden Erwachsenen und von Kindern mit großem Eifer gesucht würden.“
Der Schokoladen-Osterhase
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Dem wohlhabenden Adel konnten ab Mitte des 17. Jahrhundert die Ostergeschenke nicht aufwendig genug sein. Von Sonnenkönig Ludwig XIV wird berichtet, dass er zu Ostern einer Freundin ein Osterei aus Schokolade schickte, dass so groß gewesen sein soll, dass es von vier Pferden gezogen werden musste. In dieser Zeit entstanden sehr üppige Osterei-Kreationen, nicht nur aus Schokolade, sondern auch aus den teuersten Materialien: Porzellan, Gold, Silber, Diamanten.
Die Bekanntheit des Osterhasen verbreitete sich in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhundert. Kinderbücher, Ausmahlbilder sowie Grußkarten wurden angeboten. Konditoren nahmen den Trend auf und begannen zur Osterzeit Hasen aus Zucker und auch aus Schokolade zu fertigen.
Den Durchbruch zum Massenprodukt schaffte der Osterhase erst im 20. Jahrhundert. Um 1950 begannen die ersten Unternehmen in Deutschland mit der Serienfertigung des beliebten Saisonartikels als Hohlfigur. Die gegossenen Schokoladenhasen wurden damals noch per Hand in die glitzernde Stanniolfolie eingewickelt. Rund 30 Osterhasen wurden zu dieser Zeit pro Stunde und Mitarbeiter händisch eingekleidet.
Technologischer Vorreiter für die Serienproduktion war ein dänisches Unternehmen, das den Herstellungsprozess bereits im Jahr 1926 vollautomatisiert anbieten konnte. Zu Beginn wurde die Schokolade in Formen aus Metall gegossen, die dann verschlossen und geschleudert wurden.
Quelle: Schokoinfo.de